Zwangsouting

Wenn eine Person auf Grund von äußeren Umständen in eine Situation kommt, in der sie offenlegen muss, dass sie trans* ist, wird dies „Zwangsouting“ genannt. Gerade während der Transition kommt dies häufig vor. Dies kann zum Beispiel passieren, wenn eine EC-Karte auf den alten Namen ausgestellt ist und so die Person beim Bezahlen immer wieder dadurch geoutet wird, oder wenn die Krankenkassenkarte, der Personalausweis oder der Führerschein auf den alten Namen laufen und die Person gezwungen ist, diese Dokumente vorzulegen. Bei Personen, die beispielsweise ihren Vornamen nicht offiziell ändern lassen, hören diese Situationen nie auf.

Ein Zwangsouting kann auch noch lange nach einer Änderung des Namens und Geschlechtseintrags und/oder des Vornamens erfolgen. Wenn man ein Kind bekommt, wird beispielsweise zurzeit eine trans* Frau als Vater und ein trans* Mann als Mutter mit dem alten Namen in der Geburtsurkunde eingetragen.