/Inter* / Intergeschlechtlichkeit

Der Begriff „inter*“ bezeichnet Menschen, deren angeborene genetische, hormonelle oder sonstige körperliche Geschlechtsmerkmale weder ausschließlich „männlich“ noch ausschließlich „weiblich“ sind.

Die Merkmale können gleichzeitig typisch für diese beiden binären Geschlechter oder nicht eindeutig für eines von diesen Geschlechtern sein. Das kann sich in den sekundären Geschlechtsmerkmalen (z.B. Muskelmasse, Haarverteilung, Brüste und Statur) zeigen, in den primären Geschlechtsorganen (Fortpflanzungsorgane und Genitalien) und/oder in chromosomalen Strukturen und Hormonen.

Sehr problematisch ist, dass inter* Menschen nach wie vor pathologisiert werden, das heißt, sie gelten als „krank“ oder „abnorm“. Immer noch unterliegen inter* Menschen Eingriffen (insbesondere durch Hormone und Operationen) ohne ihre Einwilligung, da diese oftmals im Kindesalter vorgenommen werden. Eine medizinische Notwendigkeit besteht jedoch meist nicht, denn häufig sind inter* Personen völlig gesund. Sie können allerdings später schwer an den psychischen und physischen Folgen der ärztlichen Eingriffe leiden.

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