Outing

Im Gegensatz zum Coming-out, bei dem Menschen selbstbestimmt darüber entscheiden, wann sie „herauskommen“ und gegenüber wem, ist das „Outing“ fremdbestimmt. Hierbei sind es andere Personen, die öffentlich äußern, dass eine Person beispielsweise schwul, lesbisch, bisexuell, trans* oder inter* ist und das ohne die Zustimmung dieser Person.

Ein Outing kann auch lange nach dem eigenen Coming-out erfolgen. Zum Beispiel kann ein trans* Mann ein so gutes Passing haben, dass er im alltäglichen Leben nicht als trans* wahrgenommen wird. Da er nicht darüber spricht, wissen seine neuen Bekanntschaften und Freund*innen nicht, dass er trans* ist und es kann sein, dass er nicht möchte, dass er als trans* gesehen wird. Wird nun von einer langjährigen Bekanntschaft vor seinem neuen Umfeld erwähnt, dass er trans* ist, ist auch dies ein Outing.