Fachtag „Trans* Kinder und Jugendliche in (teil)stationären Hilfen“

Am 3. November fand der digitale Fachtag „Trans* Kinder und Jugendliche in (teil)stationären Hilfen“ statt, eine Kooperationsveranstaltung der Landeskoordination Trans* NRW und der Fachstelle Queere Jugend NRW. Wir freuen uns über das enorme Interesse, auf das der Fachtag unter Fachkräften u.a. aus der (teil)stationären Jugendhilfe, aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie, aus dem Allgemeinen Sozialen Dienst sowie unter Trans*-Peer-Berater*innen stieß und über das sehr positive Feedback. Erfreulicherweise wurden auch die Vernetzungsangebote im Rahmen des Fachtags rege genutzt.  

Wir hoffen, dass die ca. 120 Teilnehmer*innen aus der Veranstaltung hilfreiche und weiterbringende Informationen, Anregungen und Kontakte mitnehmen konnten, die sie dabei unterstützen stationäre und teilstationäre Hilfen trans*inklusiver zu gestalten und trans* Kinder und Jugendliche angemessen zu begleiten.

Nach einer Eröffnung mit einem Grußwort von Dr. Weckelmann, Leiter der Abteilung Kinder und Jugend im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen erfolgte ein inhaltlicher Einstieg in Form der Präsentation von Ergebnissen einer Befragung unter jungen trans* Menschen mit Erfahrungen in (teil)stationären Hilfen, welche die Fachstelle Queere Jugend NRW und die Landeskoordination Trans* NRW im Vorfeld des Fachtags durchgeführt haben. Im anschließenden Einstiegsvortrag beleuchtete Moritz Prasse Lebensrealitäten und spezifische Herausforderungen von trans* Kindern und Jugendlichen. In einem darauf folgenden Talk befragte Madeline Doneit Ilay Jahn, Jasha Schiedel und Esta Schwieters zu Erfahrungen mit dem Aufbau trans*spezifischer Angebote im Jugendwohnen und in der offenen Jugendarbeit. Die parallelen Workshops befassten sich mit den folgenden Themen: Coming-out ermöglichen und begleiten (unter der Leitung von Helix Große-Stoltenberg und Merit Kummer), Mehrfachdiskriminierung von Trans und Non Binary Jugendlichen in der Jugendarbeit (geleitet von Shiva Amiri), Geschlechtliche Vielfalt kind- und jugendgerecht thematisieren (Leitung: Atti Schmülling), Trans* und nicht-binäre Personen in der stationären Jugendhilfe (geleitet von Sannik Ben Dehler) sowie Rechtliche Aspekte (unter der Leitung von Katrin Niedenthal). Nach einem Austausch zu den Workshops schloss der Fachtag inhaltlich mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Wie kann die Unterstützung und Begleitung von trans* Kindern und Jugendlichen in (teil)stationären Hilfen gelingen?“, moderiert von Vincent Beringhoff, mit Shiva Amiri, Rodrigo Añez Parada, Sannik Ben Dehler, Nova Gockeln und Merit Kummer.

Herzlichen Dank an alle Referent*innen für ihre spannenden, wertvollen Inputs, an Vincent Beringhoff von der LAG / Fachstelle Jungenarbeit NRW und Susi Eckler von stuhlkreis_revolte für die sehr gute Moderation und an alle Teilnehmer*innen für die engagierte Teilnahme und das positive Feedback zur Veranstaltung! Außerdem danken wir:

… der Abteilung Kinder und Jugend im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen sowie dem Landschaftsverband Rheinland für die Förderung und Unterstützung des Fachtags,

… allen Teilnehmer*innen an der Befragung unter jungen trans* Menschen mit Erfahrungen in (teil)stationären Hilfen für ihr Vertrauen und ihre Impulse und

… dem Kollektiv stuhlkreis_revolte für die engagierte und angenehme Begleitung in der Konzeptionierung und Durchführung des digitalen Formats.

Ergebnisse des Fachtags werden in einer Publikation veröffentlicht, die im Dezember 2020 im PDF-Format sowie in gedruckter Form erscheinen und an die Teilnehmer*innen versandt wird. Sollten Sie bzw. solltet ihr nicht am Fachtag teilgenommen, aber Interesse an der Dokumentation haben, schreiben Sie bzw. schreibt gern an fachtag@lako-trans.nrw.

Das Foto zeigt die Teilnehmer*innen an der Podiumsdiskussion Shiva Amiri, Rodrigo Añez Parada, Sannik Ben Dehler, Nova Gockeln und Merit Kummer sowie die Moderation Vincent Beringhoff.

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